Kompetenzzentrum Pflege Oberhausen
Oliver Müller & Thomas Heck
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News

Blutdrucksenker abends einnehmen?

Viele Menschen mit hohem Blutdruck schlucken ihre Blutdrucksenker gleich morgens nach dem Aufwachen. Schon lange ist aber in Diskussion, ob nicht die abendliche Einnahme von Blutdrucksenkern besser ist. Dafür sprechen auch die Ergebnisse einer aktuellen spanischen Studie.
Abendliche Einnahme wirksamer

Um Folgekrankheiten und Blutdruckspitzen zu vermeiden, ist bei Bluthochdruck die tägliche Tabletteneinnahme Pflicht. Weil morgens und nachmittags meist besonders hohe Werte gemessen werden, raten viele Ärzte dazu, die Blutdrucksenker morgens zu schlucken. Der richtige Einnahmezeitpunkt von Hochdruckmedikamenten wird jedoch immer wieder diskutiert. Ob nun die Einnahme am Morgen oder am Abend besser ist, wollten spanischen Forscher anhand einer Studie mit über 19 000 Hochdruckpatienten klären.

Die Hälfte der Studienteilnehmer wurde aufgefordert, ihren Blutdrucksenker abends einzunehmen, die andere Hälfte schluckte ihn nach dem Aufwachen. Innerhalb der nächsten 6 Jahre prüften die Ärzte mindestens einmal jährlich den Blutdruck mit einem Langzeitblutdruckmesser, der 48 Stunden am Körper getragen wurde. Dabei zeigte sich, dass die abendliche Einnahme den Blutdruck besser senkte, und zwar sowohl tagsüber als auch nachts.
Herzinfarkt-Risiko halbiert

Die abendliche Einnahme reduzierte auch ernsthafte Folgeerkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. In der Abendgruppe war das Risiko, daran zu sterben, fast um die Hälfte niedriger als bei den Bluthochdruckpatienten, die ihre Blutdrucksenker morgens einnahmen. Das passt zu Ergebnissen früherer Untersuchungen, bei der vor allem Schlaganfall und Herzinfarkt in Verbindung mit erhöhten nächtlichen Werten gebracht werden.
Langzeitblutdruck-Messung bestimmt Einnahmezeitpunkt

Für viele Patienten mag die abendliche Einnahme ihrer Blutdrucksenker besser sein als die Einnahme nach dem Aufwachen. Eine generelle Empfehlung dafür möchten die Autoren trotz dieser Ergebnisse nicht geben, denn für eine wirksame Therapie müssten auch Faktoren wie der persönliche Tag-Nacht-Rhythmus und z. B. Schichtarbeit mit einbezogen werden. Sinnvoll sei es aber, aufgrund von Langzeitblutdruckmessungen individuell zu entscheiden, ob morgens oder abends der bessere Einnahmezeitpunkt für den Patienten ist.

Quelle: Ärzteblatt

Inhalieren – aber richtig

Bei Erkältungen greifen viele zum Inhalationsgerät. Das Einatmen von warmem Dampf löst Husten, macht die Nase frei und befeuchtet die Schleimhäute. Lesen Sie, worin sich die einzelnen Methoden unterscheiden und worauf Sie achten müssen.
Die richtige Methode wählen

Eine Inhalation bei Erkältungen ist wohltuend und lässt sich auch zuhause ganz einfach durchführen. Der aufsteigende Dampf befeuchtet dabei die Schleimhäute und hilft, hartnäckigen Schleim loszuwerden. Wer sich für die Dampfbad-Methode entscheidet, benötigt lediglich eine große, standfeste Schüssel mit kochendem Wasser. Inhaliert wird, indem man sich über Schüssel beugt, ein Handtuch über den Kopf legt, um die Dämpfe „einzufangen“, und tief einatmet. Die Schüssel-Methode birgt allerdings einige Risiken: Ein Sicherheitsabstand von mindestens 20 cm ist nötig, um sich nicht am aufsteigendem Dampf zu verbrennen. Besondere Vorsicht ist bei kleinen Kindern geboten. Da sie die Schüssel umstoßen und sich schwere Verbrühungen zuziehen können, sollten sie nur auf dem Schoss eines Erwachsenen inhalieren.

Besser eignen sich daher Dampfinhalatoren aus der Apotheke, die zwar etwas teurer sind als die Schüsselvariante, dafür aber effizienter, wärmeisoliert und auslaufsicher. Dampfinhalatoren funktionieren ähnlich wie das Dampfbad, verfügen allerdings zusätzlich über einen Kunststoff-Aufsatz. Dieser überdeckt Mund sowie Nase und schützt so die Augen vor dem aufsteigenden Dampf.
Zusatz von ätherischen Ölen, Salz und Medikamenten sinnvoll?

Natürlich ist es auch möglich, dem kochenden Wasser – je nach Beschwerdebild – verschiedene, ätherische Öle oder Pflanzenextrakte hinzufügen. Kamille als Tee oder Konzentrat wirkt entzündungshemmend und eignet sich damit bei leichten Entzündungen. Ätherische Öle wie z. B. Eukalyptus- oder Fichtennadelöl, helfen, Schleim aus den oberen Atemwegen zu lösen. Allerdings enthalten diese Substanzen Stoffe, die die Augen reizen, und sollten besser nur in Dampfinhalatoren verwendet werden. Bei Asthma und Allergien sind ätherische Öle ungeeignet, da diese einen Asthmaanfall bzw. eine allergische Reaktion auslösen können. Auch bei Säuglingen und Kindern ist Vorsicht geboten, da bestimmte Bestandteile der Öle Atemnot verursachen können.

Anders sieht es beim Zusatz von Salz aus. Dieses löst sich zwar in Wasser, verdampft jedoch nicht, sondern bleibt in der Schüssel bzw. im Dampfinhalator. Dieser Zusatz macht –ebenso wie der Zusatz von Medikamenten – nur bei einem elektrischen Inhaliergerät Sinn.
Zwei- bis dreimal am Tag etwa fünf bis zehn Minuten inhalieren

Besonders gut wirken die Dämpfe, wenn mehrmals täglich inhaliert wird: bei einer Erkältung etwa zwei- bis dreimal am Tag für etwa fünf bis zehn Minuten. Eine langsame Atmung ist wichtig, weil sonst Schwindelanfälle auftreten können. Insbesondere beim Dampfbad ist es ratsam, ab und zu eine kleine Pause einzulegen und das Handtuch zu lüften. Senioren sollten zudem nach dem Inhalieren pausieren, um den Kreislauf nicht zu sehr zu belasten. Aus diesem Grund sollten auch Menschen mit einem sehr niedrigen Blutdruck, Kreislaufstörungen sowie Augenleiden oder entzündlichen Hauterkrankungen besser auf das Inhalieren verzichten.

Quellen: HNO Ärzte im Netz und Pharamzeutische Zeitung

Pflege in den eigenen vier Wänden: Diese Kosten können Sie absetzen

Die große Mehrheit aller Pflegebedürftigen des Jahres 2017 wurde zu Hause versorgt, nämlich 2,59 Millionen, wie das Statistische Bundesamt kürzlich mitteilte (Pressemitteilung vom 3. September 2019). Bei 1,76 Millionen Pflegebedürftigen übernahmen demnach Angehörige die Pflege, weitere 830.000 Menschen wurden teilweise oder vollständig durch ambulante Pflegedienste versorgt.

Ein Grund dafür könnte sein, dass die Kosten für ein Pflegeheim sehr hoch sind: Mit 2.500 bis 4.000 Euro im Monat muss man rechnen. In der Regel übernehmen die gesetzlichen und privaten Pflegeversicherungen einen Teil der Kosten, nämlich die Pflegekosten für beispielsweise die Betreuung oder das Waschen. Doch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung trägt der Pflegebedürftige selbst. Ist die Rente zu knapp, müssen Verwandte in gerader Linie für die Pflegeheimkosten aufkommen, also zum Beispiel Kinder für Eltern oder Enkel für Großeltern.

Pflege-Kosten als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen

Die Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden, können Pflegebedürftige als außergewöhnliche Belastung in ihrer Steuererklärung eintragen. Der Vorteil daran: Für außergewöhnliche Belastungen gibt es keine Grenze nach oben. Der Nachteil ist, dass bestimmte Bedingungen daran geknüpft sind:

  • Die pflegebedürftige Person ist vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) in einen Pflegegrad zwischen 1 und 5 eingestuft worden. Das klingt simpel, ist für die Beteiligtenallerdings mit durchaus hohem administrativem Aufwand sowie mitunter längeren Wartezeiten verbunden.

Wer ohne offiziell eingestuften Pflegegrad kurzfristig auf Pflege angewiesen ist, kann die dadurch entstehenden Kosten ebenfalls als außergewöhnliche Belastungen geltend machen.

  • Nur die Kosten für Pflege und Betreuung gehören zu den außergewöhnlichen Belastungen. Wird zum Beispiel eine häusliche Pflegekraft auch für Dinge wie Kochen, Waschen oder Putzen bezahlt, können diese Kosten nur als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden. Die Bedingungen dafür sind weiter unten aufgeführt.
  • Nur die Krankheits- und Pflegekosten, die über eine finanzielle Grenze - die sogenannte zumutbare Eigenbelastung - hinausgehen, sind als außergewöhnliche Belastungen absetzbar. Wie hoch die zumutbare Belastung für den Betroffenen ausfällt, hängt davon ab, ob derjenige, der die Kosten geltend macht, verheiratet ist, ob er Kinder hat und wie hoch der Gesamtbetrag seiner Einkünfte ist.
  • Beträge, die von Kranken- bzw. Pflegeversicherungen oder anderenStellen übernommen wurden, können nicht in der Steuererklärung angegeben werden: Die Pflegekosten müssen um die entsprechenden Beträge gekürzt werden.

Pflege als haushaltnahe Dienstleistung in den eigenen vier Wänden

Es klingt erst einmal gut: Die Kosten für einen ambulanten Pflegedienst, der täglich das Essen bringt oder die Wohnung reinigt, können als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abgesetzt werden. Aber: Es dürfen lediglich 20 Prozent einer Rechnung und maximal 4.000 Euro pro Jahr sein.

Falls eine ambulante Pflegekraft die häuslichen Arbeiten übernimmt, sollte diese außerdem angemeldet sein. Und zwar entweder bei der Mini-Job-Zentrale als 450-Euro-Kraft oder bei Finanzamt und Krankenkasse als sozialversicherungspflichtige Angestellte. Arbeitet die Pflegekraft auf selbstständiger Basis, hat aber nur einen Auftraggeber, besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Übrigens: Ob ambulanter Pflegedienst oder die Beschäftigung einer Pflegekraft, seit 2014 können Pflegebedürftige wählen, ob sie ihre Kosten als haushaltnahe Dienstleistung oder als außergewöhnliche Belastung absetzen. Wichtig: Bei den außergewöhnlichen Belastungen muss zunächst die zumutbare Eigenbelastung überschritten werden, erst dann sind die jeweiligen Kosten als außergewöhnliche Belastung absetzbar. Je nach Einkommen kann diese Hürde recht hoch sein, so dass manchen Betroffenen nur die Möglichkeit bleibt, ihre Ausgaben als haushaltsnahe Dienstleistungen abzusetzen.

Der Pflege-Pauschbetrag für Angehörige

Pflegen Angehörige einen Verwandten mit Pflegegrad 4 oder 5 in den eigenen vier Wänden, steht ihnen der Pflege-Pauschbetrag zu. Der liegt allerdings bei geringen 924 Euro pro Jahr und auch nur dann, wenn der Angehörige für die Betreuung keine Bezahlung erhält. Seit 1998 steht der Pflege-Pauschbetrag in dieser Höhe im Gesetz und wurde seither nicht erhöht.

„Immer in Bewegung bleiben“

„Was kann ich mit einem neuen Gelenk alles machen?“, war eine der zentralen Fragen aus dem Publikum bei der Patienteninformationsveranstaltung in der Weidener Max-Reger-Halle. Vier Chefärzte der Asklepios Orthopädischen Klinik Lindenlohe standen dem Publikum zwei Stunden lang Rede und Antwort. Das Spektrum der vier Vorträge bildete die Themen Sportmedizin, Rückenschmerz, Anästhesie und Gelenkersatz ab.

„Alles, was Sie vorher auch machen konnten“, beantwortete Prof. Dr. Heiko Graichen, Ärztlicher Direktor und Chefarzt für Allgemeinorthopädie, Rheumaorthopädie und Endoprothetik die Eingangsfrage. Abhängig sei das natürlich vom biologischen Alter des Patienten, von Diagnose und Befund, der Qualität und dem präzisen Einsatz des Implantates, von der Krankengymnastik, der Motivation und der Disziplin des Patienten. Die orthopädische Klinik im Schwandorfer Stadtteil Lindenlohe verfügt aufgrund hoher Fallzahlen über entsprechende Erfahrung beim Ersatz der großen Gelenke und setzt bei den OPs Navigationsverfahren ein, die den Operateur unterstützt und „Genauigkeit im mm-Bereich sicherstellt“, so der erfahrene Orthopäde und Unfallchirurg. Sowohl die Klinik als auch Prof. Graichen werden seit Jahren in den Focus-Bestenlisten geführt.

„Sind Rückenschmerzen normal?“, diese provokante Frage stellte Privatdozent Dr. Konstantinos Kafchitsas, Chefarzt für Wirbelsäulenchirurgie und Leiter des Wirbelsäulenzentrums Oberpfalz in den Raum. Jeder zweite Patient des Orthopäden, jeder vierte Patient des Hausarztes klagt über „Rücken“. 15 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage basieren auf diesem Beschwerdebild, das 50 Prozent der vorzeitigen Rentenanträge zugrunde liegt. Die geschätzten Behandlungskosten lägen bei ca. zehn Milliarden Euro pro Jahr. Neben den diagnostischen Notwendigkeiten zur Lokalisierung des auslösenden Problems erläuterte der Chefarzt die Behandlungsmöglichkeiten hinsichtlich konservativer und operativer Herangehensweise. Auch hier spiele die Erfahrung des Arztes eine große Rolle, so Kafchitsas.

Sehr bilderreich erläuterte Dr. Franz Jürgen Unterburger seinen Tätigkeitsbereich. Der Chefarzt für Anästhesie differenzierte zwischen den verschiedenen Narkose- und Betäubungsarten je nach operierter Körperregion von der Schulter bis zum Fuß. Zweiter großer Bereich seines Vortrages war die Schmerztherapie. Bereits vor der Operation werden Schmerzkatheter gesetzt, die den Patienten unnötige und mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbundene Schmerzen „ersparen“ und in den ersten Tagen nach der Operation die Möglichkeit geben, Schmerz lindernde Mittel selbst zu dosieren. Kontrolliert wird diese Schmerzmittelgabe durch einen Computer, der eine eventuelle Überdosierung vermeidet.

„Bewegung bestimmt Leben und Lebensqualität.“ – Diese These stellte Dr. Markus-Johannes Rueth, Chefarzt für Sportmedizin und Sportorthopädie, in den Mittelpunkt seines im Sinne des Themas sehr dynamischen Vortrags. Das Ziel, „die Patienten wieder auf die Beine zu bringen“, erfordere, so Rueth, eine umfassende Ursachensuche. Wichtig sei die Differenzierung zwischen strukturellem Schaden und funktionellem Problem. Großes Interesse fanden zwei seiner umfassend erläuterten Themenschwerpunkte: Unter dem Begriff „Core Work Out“ erläuterte Rueth sinnvolle Trainingsmethoden für „Jedermann“. Zum häufigen Problem des Knorpelschadens im Knie stellte er die Möglichkeit der Reparatur durch Anzucht und Einsetzen des außerhalb des Körpers angezüchteten Eigenknorpels vor.

Abgerundet wurde die Vortragsveranstaltung durch zwei Stationen im Foyer: Am Stand des Hygienebeauftragten konnten die Besucherinnen und Besucher unter UV-Licht ausprobieren, ob ihre vermeintlich sauberen Hände auch wirklich sauber sind. Das Team der Physiotherapie schließlich zeigte einfache Übungen zum Training und zur Nachbehandlung gemäß dem Tagesmotto „Immer in Bewegung bleiben“.



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