Kompetenzzentrum Pflege Oberhausen
Oliver Müller & Thomas Heck
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News

Impfen gegen hohe Blutfette?

Eine neue Therapie gegen die Volkskrankheit „hohe Blutfette“ ist in Sicht: Ein kleiner Pieks jedes halbe Jahr soll hohe LDL-Cholesterinwerte im Blut dauerhaft senken. Was ist dran an einer solchen „Impfung“ gegen hohe Blutfette?
Bisher nur im Verbund geprüft

Inclisiran heißt der neue Wirkstoff, der zur Senkung hoher Cholesterinwerte alle sechs Monate unter die Haut (subkutan) gespritzt wird. Das Prinzip scheint zu funktionieren, die LDL-Cholesterinwerte sinken tatsächlich. Kleiner Wermutstropfen dabei: Auf seine täglichen Tabletten gegen hohe Blutfette kann der Patient wohl trotzdem nicht verzichten, denn bisher wurde die „Fett-Impfung“ nur zusätzlich zu einer standardisierten medikamentösen Therapie geprüft.
Eingriff auf genetischer Ebene

Inclisiran wirkt in der Leber auf molekularer Ebene, in dem es das Gen für die Synthese des Enzyms PCSK9 abschaltet. Dieses Enzym ist für die Regulierung der Anzahl der LDL-Rezeptoren auf der Leberzelloberfläche mit verantwortlich. Wird das Enzym reduziert, bilden sich mehr LDL-Rezeptoren auf den Leberzellen und es kann mehr Cholesterin aus dem Blut gebunden werden.

Dieser neue Ansatz gegen hohe Blutfette war in Studien an verschiedenen Patientengruppen erfolgreich. Sowohl bei Patienten mit einer angeborenen Hypercholesterinämie (also einer Fettstoffwechselstörungen, die zu hohen Cholesterinwerten führt) als auch bei Patienten mit Atherosklerose senkte das zusätzlich zur Standardtherapie injizierte Inclisiran die LDL-Cholesterinwerte um bis zu 50% im Vergleich zu den Patienten, die nur die fettsenkenden Medikamente erhalten hatten.
Herzinfarkte reduziert?

Ob sich die halbjährliche Injektion auch in klinischen Verbesserungen niederschlägt, ist noch unklar. Die ersten Daten deuten darauf hin, dass die Behandlung mit Inclisiran das Risiko von Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzstillstand reduziert. Vor allem scheint es die Rate an nicht-tödlichen Herzinfarkten zu senken. Eine seit Oktober 2018 laufende Studie untersucht die Zusammenhänge, Ergebnisse werden 2024 erwartet.

Quelle: DGK

Bewegung und körperliche Aktivität gerade jetzt

Quarantäne, Selbstisolation, Vermeidung sozialer Kontakte, Homeoffice – Bewegung und Ausgleich sind gerade in der aktuellen Situation für viele Menschen wichtiger denn je: Bewegung und körperliche Aktivität fördern nachweislich das psychische und körperliche Wohlbefinden, meint auch Prof. Jens Kleinert vom Psychologischen Institut der Deutschen Sporthochschule Köln: „Die Studienlage ist recht eindeutig. Je schlechter wir uns fühlen, desto mehr profitieren wir von körperlicher Aktivität. Das gilt gleichermaßen für die Stimmungslage und für das körperliche Befinden.“

Doch was tun? Die Fitnessstudios sind geschlossen und auch die Sportvereine bieten kein Programm. Kleinert: „Jetzt ist Einfallsreichtum gefragt. Im Homeoffice alle dreißig Minuten den Wecker stellen und fünf Minuten Gymnastik oder ein kleines Workout am offenen Fenster machen. Wenn nicht jetzt, wann dann?" Und wer sich nicht selbst organisieren möchte, für den gibt es das Fitnessstudio auch online. Aber auch der Sport in der freien Natur ist laut Kleinert gerade jetzt wichtig. „Wir sollten, wo immer möglich und so lange wie möglich, das Bewegen in der freien Natur suchen. Gerade jetzt ist die Zeit, den Waldspaziergang mit der Familie oder dem Partner wiederzuentdecken. Wobei wir natürlich die Vernunftsregeln des Robert-Koch-Instituts beachten sollten.“

Regeln beachten und trotzdem kreative Bewegungsformen finden – das ist möglich. Aber was ist mit dem für viele Menschen vermutlich schönsten Teil des Sports, dem Zusammensein? „Nutzen Sie gerade jetzt virtuelle Verabredungen“, empfiehlt Kleinert. „Ermuntern und unterstützen Sie andere beim Aktivwerden oder Aktivbleiben mit Textnachrichten oder Bildern von sich oder anderen. Gerade jetzt ist sozialer Kontakt, wenn auch nicht physisch, besonders wichtig.“

Umdenken und neue Wege suchen könnte auch eine Chance sein, so der Experte. Eine Chance zu einem Neuanfang – auch für Bewegung und körperliche Aktivität.

20.05.2020 DGA | Quelle: Deutsche Sporthochschule Köln

Professionelle Krisenberatung

Die Corona-Krise als Chance sehen – das gelingt nicht jedem. Wer existenzielle oder allgemeine Zukunftssorgen hat oder um die eigene Gesundheit fürchtet, kann sich schwer für neue Ideen oder positive Gedanken öffnen. So erleben zahlreiche Menschen die aktuelle Zeit vor allem als eine persönliche Krise. Sie können die Veränderungen und elementaren Einschnitte in den Alltag schwer oder gar nicht aushalten. „Je besser es gelingt, jeden Einzelnen mitzunehmen, desto erfolgreicher wird die Bewältigung der gesamten Krise gelingen“, findet Birthe Hucke, Vorstandsmitglied des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.).

Für Ergotherapeuten nichts Neues: Menschen in einer Krise. Bislang ist Ergotherapie genau dort etabliert, wo es zu persönlichen Krisen kommt. Etwa nach oder durch schwere Erkrankungen oder Unfälle mit weitreichenden Folgen wie bleibenden Beeinträchtigungen oder Behinderungen. Ebenso kümmern sich Ergotherapeuten um diejenigen, die durch eine schwerwiegende Veränderung in ihrem Leben wie den Verlust des Arbeitsplatzes, die Verrentung, eine Scheidung oder den Tod nahestehender Menschen eine Zäsur erleben und sich dadurch in einer Krise befinden. „Schwere Zeiten zu bewältigen und dabei seelisch gesund zu bleiben oder sogar Chancen zu nutzen und durch die erlebten Erfahrungen zu wachsen – das gelingt vielen nur mit entsprechender professioneller Unterstützung, beispielsweise durch Ergotherapeuten“, sagt Birthe Hucke, selbst Ergotherapeutin mit langjähriger Erfahrung. Es kann ein neuer Lebensabschnitt entstehen, den es zu entwickeln und zu gestalten gilt.

Professionelle Hilfe durch Ergotherapeuten Eine der zentralen Aufgaben von Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten wie Birthe Hucke ist, ihren Patienten und Klienten ihre persönlichen Stärken aufzuzeigen, zu vermitteln, dass sie etwas wert sind. Dazu finden sie gemeinsam heraus, welches Potenzial in ihnen steckt. Auf diese Weise können die Betroffenen ihren Fokus auf das Positive richten. Anstatt sich ausschließlich auf die allgemeine, gesellschaftliche weltweite Krise zu fokussieren, sind sie so gestärkt wieder in der Lage, gemeinsam und mit fördernden Impulsen ihrer Ergotherapeutin Lösungen für ihren Alltag zu entwickeln. Die Ergotherapeutin Hucke ermutigt alle Betroffenen, sich früh- und rechtzeitig professionelle Hilfe zu holen: „Es sollte nicht dazu kommen, dass Menschen in eine Depression verfallen oder als Überreaktion ihrer Angespanntheit gewalttätig werden. Auch soll sich niemand mit den Folgen der Krise alleingelassen oder ohnmächtig und handlungsunfähig fühlen“. Der Hausarzt ist in solchen Fällen ein guter Ansprechpartner, der zurzeit auch nach einer telefonischen Beratung beispielsweise Ergotherapie verordnen kann. Ergotherapeuten sind durch ihre Ausbildung in vielen Bereichen qualifiziert; so gehören Medizin und Sozialwissenschaften ebenso zu ihren Wissensgebieten wie Pädagogik, Psychologie und Soziologie.

Ergotherapeuten stabilisieren die Gefühle Schritt für Schritt Zunächst schaffen Ergotherapeuten eine solide Vertrauensbasis für die Zusammenarbeit mit ihren Patienten. Das ist die wichtigste Grundvoraussetzung für ihre Arbeit, um gemeinsam herauszuarbeiten, welche realisierbaren Veränderungswünsche bestehen. Parallel vermitteln sie den Hilfesuchenden Strategien, um sich besser selbst zu regulieren. In der Folge stabilisiert sich die Gefühlslage – zum eigenen Wohle und ebenso für das unmittelbare Umfeld. Auch nehmen die Betroffenen dadurch ihre Selbstwirksamkeit wahr, die Gefahren häuslicher Gewalt nehmen ab und ein reflektierter Umgang mit Ängsten, Bedrohungen und allen weiteren Auswirkungen der derzeitigen Krise wird wieder möglich. Diese Menschen können dann beispielsweise auch wieder feststellen, dass es durchaus schöne Momente im Leben gibt, diese wertschätzen und für sich nutzen. In einer solchen veränderten Stimmungslage kann wieder ein neuer, lebenswerter und funktionsfähiger Alltag entstehen.

Ergotherapeuten machen Menschen wieder handlungsfähig Ein Großteil der Menschen in Deutschland ist derzeit massiv in seinen Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt, was sich auf diejenigen mit einer Erkrankung in einem extremen Maß auswirkt. Aber auch Gesunde, insbesondere Berufstätige, erleben sich zurzeit in einem bisher nicht dagewesenen Umfang als ausgebremst und handlungsunfähig: Die Arbeitswelt hat sich durch die Kontaktsperre dramatisch verändert. Ganze Branchen liegen danieder und es ist nicht absehbar, wann und wie oder ob sie überhaupt wiederbelebt werden können. Aber Arbeit bedeutet so vieles: Erfüllung, Bestätigung und Anerkennung, finanzielle Absicherung und soziale Kontakte ebenso wie eine feste Tages- und Wochenstruktur. Zusammen mit den anderen Einschränkungen, die das Infektionsrisiko mit SARS CoV-2 reduzieren helfen, bewirkt das bei Betroffenen oft einen plötzlichen, schlimmen Einschnitt in ihr bisheriges Leben. Sie sind mit ihrem veränderten Alltag überfordert und nicht mehr in der Lage, eine Perspektive für sich zu erkennen. Ergotherapeuten haben für diese Menschen nicht einfach eine Nullachtfünfzehn-Lösung. Ihre Ansätze und Interventionen sind tiefgründig und vor allem: klientenzentriert, also ganz individuell. Was steckt in derjenigen Person, was macht sie aus, welche Ideen und Wünsche hat sie, welche Talente schlummern in ihr und was ist für sie der Sinn des Lebens? Das alles sind Fragen, die sich mithilfe ausgeklügelter Fragen und Fragetechniken und dem sehr genauen Blick in die Biografie klären lassen. Genauso wichtig wie die „technische“ Seite ist Empathie. Ergotherapeuten zeichnen sich durch ihr Feingefühl aus, dadurch, dass sie auch Zwischentöne hören, Leidenschaften erkennen – all das, wo Begeisterung zu erahnen ist und ein Nachhaken lohnt. So lassen sich im ersten Schritt neue, für den Menschen in der Krise passende und bedeutsame Strukturen für jeden Tag erschaffen. Danach kann es – bei entsprechendem Potenzial und Wünschen – um mehr gehen. Der persönliche Erfolg macht sich nicht ausschließlich am Umfeld fest. Denn das ist die Chance in der Krise: Die Gesellschaft braucht jetzt Menschen, die bereit sind, sich zu verändern, Neues auszuprobieren oder eigene Ideen, Visionen, Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ergotherapeuten haben eine große Methodenvielfalt und ergotherapeutische Konzepte zur Auswahl, mit deren Hilfe sie diese Klienten unterstützen, ihre eigene individuelle Lösung für einen neuen Lebensabschnitt zu erarbeiten.

„Corona-Lotse“

Mit den ersten Lockerungen der Anti-Corona-Beschränkungen befürchten Experten einen erneuten Infektionsanstieg und ein steigendes Risiko vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen. Mit einem „Corona-Lotsen“ will die Barmer diese Menschen bestmöglich vor einer Infektion schützen. Er soll insbesondere älteren und multimorbiden Patienten individuelle Hilfen zur Prävention und zur Verrichtung des täglichen Lebens geben. „Corona-Risikopatienten brauchen Unterstützung beim Einkaufen, bei der Behandlung ihrer Krankheiten, der Medikamentenversorgung und anderen alltäglichen Verrichtungen. Sie brauchen das Gefühl, jetzt nicht allein zu sein. Wir wollen ihren Bedarf individuell ermitteln und ihnen passgenaue Hilfen anbieten. Auf diese Weise können wir das Risiko einer Corona-Infektion minimieren“, erklärte Barmer-Vorstand Dr. Mani Rafii. Dabei verfolge man das Ziel, Kontakte weitestgehend zu vermeiden, ohne dass die kontinuierliche medizinische und pflegerische Versorgung darunter leide.
Rund 100.000 Versicherte werden kontaktiert

Mit ihrem neuen Programm wolle die Kasse die am meisten Gefährdeten gezielt durch die Corona-Krise lotsen. Die Auswahl der betroffenen Barmer-Versicherten fuße auf Algorithmen der Johns-Hopkins-Universität, die die Verbreitung des Coronavirus weltweit verfolgt. Der „Corona-Lotse“ solle nun allen besonders gefährdeten Risikopatienten angeboten werden. Dafür würden jetzt zeitnah rund 100.000 Versicherte kontaktiert, denen der „Corona-Lotse“ besonders gut im Alltag helfen könne.

12.05.2020 DGA | Quelle: Barmer



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