Kompetenzzentrum Pflege Oberhausen
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News

Fahrtüchtig in jedem Alter

Viele ältere Menschen erledigen die Besorgungen des täglichen Bedarfs mit dem eigenen Pkw. Oftmals sind die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs entweder gar nicht vorhanden oder zu unkomfortabel, gerade wenn größere Erledigungen anstehen. Zudem bevorzugen viele in der Coronazeit das eigene Auto, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Manch einer überschätzt aber das eigene Fahrkönnen im Alter, besonders wenn es um Reaktion und Sehvermögen geht. Andrea Häußler, Verkehrsexpertin und Mitglied der Geschäftsleitung der TÜV SÜD Life Service GmbH, weist auf die Gefahren hin und rät zu verantwortungsvollem Handeln.

„Wer sich beim Autofahren unsicher fühlt oder von seinem Umfeld sogar schon auf Defizite angesprochen wurde, sollte im ersten Schritt den Hausarzt aufsuchen und diesen zur Fahrbefähigung befragen“, erklärt Andrea Häußler. In der Regel kennt der Hausarzt seine Patienten und kann eine gute Einschätzung über dessen Fahrvermögen abgeben. Viele denken nicht daran, dass zum Beispiel regelmäßige Medikamenteneinnahme das Reaktionsvermögen verlangsamen kann. Dies kann der Hausarzt anhand des Medikamentenplans sehr gut beurteilen und entsprechend beraten. Darüber hinaus gibt es aber noch eine andere Möglichkeit.

Der Fitness-Check

„Wer Zweifel über seine Fitness hat, kann einen Fitness-Check absolvieren“, rät die Verkehrsexpertin. „In diesem Test schauen Experten ganz genau hin und überprüfen die Fahrtüchtigkeit.“ TÜV SÜD bietet in 40 seiner Service-Center diese Fitness-Checks an. Die verkehrsmedizinische und verkehrspsychologische Untersuchung wird zusammen mit den Befunden vom Hausarzt ausgewertet. Ärzte sichten die mitgebrachten ärztlichen Unterlagen und klären, ob diese Auswirkungen auf die Fahreignung haben. Ein testdiagnostisches Leistungsbild soll Aufschluss über das Leistungsvermögen geben, so dass es möglich ist, individuelle Empfehlungen auszusprechen. Selbstverständlich werden alle Berichte und Ergebnisse streng vertraulich behandelt. So bekommen die Teilnehmer eine sichere Einschätzung über das eigene Können. „Am Ende erhalten Sie ein Zertifikat, das die Fahrtauglichkeit bescheinigt oder bei Defiziten Empfehlungen zur Teilnahme am Straßenverkehr enthält“, erklärt die Verkehrsexpertin.

Alternativen suchen

Sollten die Experten zum Verzicht auf das Auto raten, ist es höchste Zeit, Alternativen zum eigenen Pkw zu suchen. Trotzdem ist immer noch ein freies und selbstbestimmtes Leben zu Hause möglich. Es gibt Nachbarschaftshilfen oder soziale Einrichtungen, die eine Begleitung zum Einkaufen oder zum Arzt ermöglichen oder die Lebensmittel direkt nach Hause bringen. Das eingesparte Geld, das in Versicherung und Unterhalt eines Pkw fließt, kann auch gut in Taxifahrten investiert werden, sollten keine öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung stehen.

Verantwortungsvolles Handeln

Andrea Häußler benennt drei Risikofaktoren, mit denen Autofahrer rechnen müssen: „Ältere Fahrer sind zwar routiniert, aber auch schnell mit komplexen Situationen im Straßenverkehr überfordert. Sie ermüden schneller und das periphere Sehen ist häufig eingeschränkt.“ Eine unerwartete Verkehrssituation kann aufgrund von Orientierungsproblemen oder mangelnder Reaktionsfähigkeit schnell zu einer Überforderung werden. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte im eigenen und im Sinne der anderen verantwortungsvoll handeln und sich bei Defiziten konsequenterweise nicht mehr hinter das Steuer setzen. Empfohlen wird der TÜV SÜD Fitness-Check für Menschen, die in höherem Alter oder bei der Rehabilitation nach einer schweren Krankheit unsicher sind, ob sie noch allen Situationen im Verkehr gewachsen sind. Auch hier kann die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sein.

Informationen zum Angebot der TÜV SÜD Life Service zum Fitness-Check für Autofahrer:
https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/mobilitaet-und-automotive/fuehrerschein-und-pruefung/fuehrerschein-und-pruefung/fitness-check-fuer-autofahrer

21.01.2021 DGA | Quelle: TÜV Süd AG

Telefonbetrug kann jeden treffen

Die Maschen von Trickbetrügern werden immer dreister. Vom Enkeltrick bis zum falschen Polizeibeamten versuchen sie, ihren Opfern Geld aus der Tasche zu ziehen. Vor allem ältere Menschen haben sie im Visier. Die Deutsche Seniorenliga gibt Tipps zum Schutz vor dubiosen Anrufen und Betrügereien am Telefon.

Ein Projekt* unter Senioren aus dem Raum Gütersloh hat ergeben: Fast alle haben bereits persönliche Erfahrungen mit Telefonbetrug gemacht. „Rechnet man diese Zahl auf die mehr als 17 Millionen Bundesbürger über 65 Jahre hoch, ergibt das etwa 63 Millionen unerwünschte oder betrügerische Anrufe im Monat“, stellt Professor Dr. Jörg von Garrel, Professor für Prozess- und Produktinnovation an der Hochschule Darmstadt fest. Warum Trickbetrüger vor allem auf Ältere als potenzielle Opfer abzielen, hat mehrere Gründe: Viele haben Erspartes und helfen aus, wenn etwa ein Familienmitglied in finanzielle Not geraten ist. Zudem setzen die Täter darauf, dass Ältere oftmals allein leben, wenig Abwechslung haben und sich über einen Anruf freuen. Und schließlich legen Senioren meist Wert auf ein korrektes Verhalten und gute Umgangsformen. Dies nutzen Betrüger aus, die sich als Respektpersonen wie Polizisten oder Bankangestellte ausgeben.

Grundsätzlich sollte jeder die folgenden Verhaltenstipps beherzigen, um sich gegen Telefonbetrug zu wappnen und künftigen Betrügereien ein Ende zu setzen:

  1. Ein gesundes Misstrauen gegenüber ungewöhnlichen Anrufen entwickeln.
  2. Der Aufforderung „Rate mal, wer hier ist“ nicht nachkommen.
  3. Um eine Kontaktnummer bitten und zurückrufen. Nicht die Rückruftaste bedienen, sondern neu wählen.
  4. Im Zweifelsfall einfach auflegen.
  5. Niemals aufgrund eines Anrufes wegen eines angeblichen Notfalls Geld überweisen bzw. Bargeld oder Wertgegenstände aushändigen. Auch nicht an vermeintliche Polizisten, Notare oder Behörden. Im Zweifelsfall Bekannte oder Angehörige um Rat fragen.
  6. Niemals Bankdaten, Passwörter, Angaben zu finanziellen Verhältnissen oder andere sensible Daten preisgeben. Unternehmen, Banken oder Behörden erfragen solche Informationen nicht.
  7. Beim Verdacht auf Trickbetrug die örtliche Polizeidienststelle oder die Nummer 110 anrufen. Wichtig: Zunächst das Gespräch mit den Betrügern durch Auflegen des Hörers beenden. Erst dann die Nummer der Polizei wählen.

Mit einfacher Technik gegen dubiose Anrufe

„Niemand ist zu einhundert Prozent vor Telefonbetrug sicher“, erklärt Gerhard Fieberg, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Seniorenliga e.V. „Unseriöse Gewinnspiele, Abonnementfallen, angebliche PC-Dienstleister, falsche Polizeibeamte oder Enkeltrick: Die technischen Möglichkeiten werden immer besser und die Maschen der Betrüger immer raffinierter.“ Dem Ganzen eine technische Lösung entgegenzusetzen, liegt daher nahe. Die GTK Gesellschaft für technische Kriminalprävention mbH (GTK GmbH) hat sich dem angenommen und einen einfachen, aber wirksamen Telefonfilter entwickelt, der vor betrügerischen Anrufen schützen kann. Dieser wird zwischen die Anschlussdose und das Festnetztelefon geschaltet. Bekannte Telefonnummern werden einprogrammiert. Zudem kann jeder festlegen, wie der Filter mit unbekannten Nummern verfahren soll: Vom einfachen Schutz vor Werbeanrufen bis zum Blockieren jeder unbekannten Nummer gibt es für jeden die passende Sicherheitsoption. „Wer sich selbst oder seinen Angehörigen ein Stück Sicherheit und Privatsphäre schenken möchte, kann das bevorstehende Weihnachtsfest als Anlass nutzen“, schlägt Fieberg vor.

*Im Rahmen des Projekts „Täter schocken – Anruf blocken“, einer Initiative der Kreispolizeibehörde Gütersloh, wurde die Entwicklung eines einfachen und wirksamen Telefonfilters zum Schutz vor betrügerischen Anrufen durch die Hochschule Darmstadt wissenschaftlich begleitet. Kooperationspartner sind der Seniorenbeirat Gütersloh sowie die GTK Gesellschaft für technische Kriminalprävention mbH (GTK GmbH). An dem Pilotprojekt haben 91 Seniorinnen und Senioren aus dem Raum Gütersloh mitgewirkt. Abgefragt wurden dabei unter anderem auch persönliche Erfahrungen mit Telefonbetrug sowie die Bewertung des Telefonfilters in Sachen Nutzen und Handhabung. Der Telefonfilter Rufus ist Gewinner des SENovation-Awards 2020, dem Innovationspreis für seniorenfreundliche Produkte.

19.01.2021 DGA | Quelle: Deutsche Seniorenliga e.V.



Generation 80+: Impfbereitschaft gut, Erreichbarkeit der Impfzentren schlecht

Mehr als 71 Prozent der Hochbetagten möchte sich gerne gegen COVID-19 impfen lassen. Jedoch fühlt sich nur ein Viertel der Impfwilligen in der Lage, die Impfzentren auch eigenständig aufzusuchen und sich dort impfen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer ad hoc Befragung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) unter geriatrischen Klinikpatienten. „Die Logistik ist für die Hauptzielgruppe der hochaltrigen Patienten der ersten Impfkohorte nicht durchdacht!“, prangert deshalb DGG-Präsident Prof. Hans Jürgen Heppner, Chefarzt der Klinik für Geriatrie am HELIOS Klinikum Schwelm und Lehrstuhlinhaber für Geriatrie an der Universität Witten/Herdecke, an. „Die Anmeldung für die Impfung, die Erreichbarkeit der Impfzentren sowie die erforderliche Mobilität, stellt viele in der derzeit wichtigsten Zielgruppe der Impfstrategie vor eine nahezu unlösbare Aufgabe.“

Es gelte jetzt zügig effektive Möglichkeiten zu schaffen, die alten Menschen bei der Terminvereinbarung und dem Transport in die Impfzentren zu unterstützen, fordert deshalb die Koordinatorin der Umfrage, Frau Prof. Petra Benzinger von der Universität Heidelberg. „Die hohe Impfmotivation in der Höchstrisikogruppe ist wirklich sehr ermutigend!“, so Benzinger. „Viele Studienteilnehmer, die sich während der Befragung ja in klinischer Behandlung befanden, baten um einen umgehenden Impftermin und einige erklärten sogar den Wunsch, länger in der Klinik bleiben zu wollen, wenn dies zu einer Impfung führen würde.“
Arzt und Patient zusammenbringen!

Es gilt jetzt Patient und Arzt zusammen zu bringen! „Denn während die Bewohner von Pflegeheimen bereits geimpft werden, überlegt der Großteil der Zielgruppe 80+ zuhause, wie sie die Impfung wohl bekommen kann“, erklärt Prof. Clemens Becker, Chefarzt der Geriatrie am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart und Experte für Mobilität im Alter. „Viele der Impfzentren scheinen noch nicht einmal barrierefrei gestaltet zu sein. Das ist ein echtes Problem!“

Hausärzte impfen derzeit noch nicht gegen SARS-CoV-2. Transport und Mischung des Impfstoffes ist zu kompliziert, als das gegenwärtig kleinere Mengen in die Hausarztpraxen abgegeben werden können. Daher wird es vor allem auf familiäre und nachbarschaftliche Hilfe ankommen. „Auch die Unterstützung durch Wohlfahrtsverbände, Kirchen und ehrenamtliche Begleiter ist denkbar und wäre wichtig für das Gelingen der Impfstrategie in Deutschland“, so Petra Benzinger. Ferner sollten auf kommunaler Ebene ergänzende Impfangebote für die Gruppe der noch selbstständig lebenden, hochbetagten Menschen entwickelt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie bietet den Verantwortlichen auf Bundes- und Länderebene gerne ihre Unterstützung bei der Entwicklung entsprechender Konzepte an.
Mobile Impfteams von Tür zu Tür?

Derzeit fahren hunderte mobiler Impfteams in Pflegeheime, um dort die Bewohner sowie Mitarbeiter zu impfen. „Warum sollten diese Teams nicht auch in den nächsten Wochen am Morgen zentral ihre Spritzen aufziehen und dann Hausbesuche durchführen?“, überlegt DGG-Präsident Heppner laut. Eine Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen könne ja bereits im Vorfeld schriftlich oder auch mit Hilfe eines kurzen Films erfolgen. „Wer dann noch Fragen hat, kann diese dann ja direkt stellen – aber nicht jeder Impfwillige muss noch einmal einzeln lang und breit aufgeklärt werden!“, ist Heppner überzeugt. Selbstverständlich seien die Geriater bereit, dass Mammutprojekt „Impfungen gegen Corona“ aktiv zu unterstützen, um möglichst rasch die vulnerabelsten Mitglieder unserer Gesellschaft zu impfen. Dafür müssen jetzt aber zügig Fakten geschaffen werden!



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