Kompetenzzentrum Pflege Oberhausen
Oliver Müller & Thomas Heck
Goethestr. 65
46047 Oberhausen

Telefon: 0208 - 63 55 78 40
Mobil: 0160 - 96 08 33 75
E-Mail: info@pflege-oberhausen.de


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News

Wenn alles zu viel wird

„Manchmal wächst mir alles über den Kopf”, klagen Betroffene - und sind damit nicht allein. Denn Überlastung und Stress, aber auch Hilflosigkeit und Ratlosigkeit sind häufige Begleiter von pflegebedüftigen Personen und den Menschen, die sich um sie kümmern. Im angespannten Alltag ergibt sich nur selten die Gelegenheit, sich mit anderen auszutauschen, die in einer ähnlichen Situation sind. Das neue Forum des Pflegewegweisers NRW bietet nun eine Online-Plattform, auf der Fragen, Probleme, Sorgen und Ängste, aber auch schöne Momente, ausgetauscht werden können.

Das Forum soll ein Ort des Austauschs sein: „Egal, ob man sich einfach mal den Kummer von der Seele schreiben möchte, ob man konkrete Fragen zu den Leistungen der Pflegeversicherung hat, Hilfestellungen bei der Pflege braucht oder nach Tipps und Möglichkeiten für Unterstützung und Entlastung sucht, das ‘Forum für pflegende Angehörige’ ist der richtige Ort dafür”.

Mit dem Forum für pflegende Angehörige erweitert der Pflegewegweiser NRW sein Serviceangebot. Bereits jetzt bietet er ein umfassendes kostenloses Unterstützungs- und Beratungsangebot für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Fragen rund um den Pflegealltag und zu Beratungs- und Hilfsangeboten in NRW werden telefonisch, per Mail oder per Chatbot entgegengenommen und beantwortet. Für Fragen rund um das Thema „Ausländische Haushalts- und Betreuungskräfte” bietet der Pflegewegweiser NRW ein eigenes telefonisches Beratungsangebot.

Hintergrund

Der Pflegewegweiser NRW ist ein Angebot der Verbraucherzentrale NRW und wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, den Landesverbänden der Pflegekassen in NRW, und dem Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV).

Weiterführende Infos und Links:

  • Das Forum für pflegende Angehörige findet sich auf der Homepage des Pflegewegweisers NRW unter https://www.pflegewegweiser-nrw.de/forum.
  • Die Telefonhotline des Pflegewegweisers NRW ist erreichbar unter 0800 404004 (täglich 9-12 Uhr, außer donnerstags, hier 14 bis 17 Uhr).
  • Das Beratungstelefon ausländische Haushaltshilfen ist erreichbar unter 0211 3809400 (montags von 14.00 bis 16.30 Uhr und mittwochs von 10.00 bis 12.00 und 14.00 bis 16.30 Uhr.

Fehl­zeiten bei Pfle­ge­kräften erneut gestiegen

Trotz Corona ist der Krankenstand Erwerbstätiger im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gesunken - außer bei den Pflegekräften. Die Anzahl der Fehltage bei Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege liegt weiterhin weit über dem Durchschnitt und hat in der Krankenpflege von 2019 auf 2020 sogar zugenommen. Das zeigt eine Sonderauswertung im Rahmen des Gesundheitsreports 2021 der Techniker Krankenkasse (TK).

Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK: "Durchgehend hohe Fehlzeiten bei den professionell Pflegenden zeigen, wie stark diese Berufsgruppe belastet ist. Die Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet werden, dass sie die Pflegekräfte bestmöglich unterstützen. Dabei gilt es, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen."
Pflegeberufe gehen auf den Rücken und die Psyche

Altenpflegekräfte fehlten 2020 aufgrund von Krankheiten 24,8 Tage und damit rund zehn Tage mehr im Jahr als Berufstätige insgesamt (14,6 Tage). Beschäftige in der Krankenpflege verzeichneten im Schnitt 22,4 Fehltage. Damit sind Beschäftigte in der Pflege nicht nur häufiger und insgesamt länger krank. Pflege geht auch deutlich stärker als andere Berufe auf den Rücken und die Psyche. Im Schnitt waren Altenpflegekräfte 5,4 Tage aufgrund von Muskel-Skelett-Beschwerden krankgeschrieben, bei den Krankenpflegekräften sind es 4,7 Tage. Psychische Erkrankungen schlagen mit 5,3 bzw. 4,5 Tagen zu Buche, gefolgt von Krankheiten des Atmungssystems, wie zum Beispiel Erkältungen, mit 3,2 beziehungsweise 3,0 Tagen.

Thomas Ballast: "Eine zukunftssichere Pflege braucht einen gesunden Berufsalltag. Die TK unterstützt Arbeitgeber dabei, gesundheitsfördernde Maßnahmen und Strukturen zu schaffen - für die Mitarbeitenden ebenso wie für die zu Pflegenden."
TK fördert Prävention und Gesundheitsmanagement in der Pflege
Die TK fördert gezielt Projekte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für professionell Pflegende. Wichtige Aspekte dabei sind Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und gesundheitsförderliche Führungsstrukturen. Die Projekte werden in Kooperation mit Hochschulen wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Darüber hinaus engagiert sich die TK mit Modellprojekten zur Gewaltprävention in der Pflege und zur Orientierung und Mobilität in Pflegeeinrichtungen.

Auch informell Pflegende wie Angehörige oder Freundinnen und Freunde sind in einer Pflegesituation besonders gefordert. Eine Orientierungshilfe bietet ihnen die App "TK-PflegeKompakt". Sie fasst alle wichtigen Informationen, Ansprechpersonen und Angebote zusammen, die betroffenen Personen die Pflege erleichtern können.

27.07.2021 DGA | Quelle: Techniker Krankenkasse

Inklusive Zahnarztambulanz in Volmarstein gewinnt Sozialpreis

Seit 2019 gibt es für die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Spezialpflege-Einrichtungen der Evangelischen Stiftung Volmarstein eine eigene Zahnarztambulanz. Dieses besondere Gemeinschaftsprojekt mit der Zahnklinik der Universität Witten/Herdecke (UW/H) ist mit dem Sozialpreis „innovatio“ ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis werden konkrete Projekte der kirchlichen Wohlfahrt ausgezeichnet, die Menschen neue Perspektiven eröffnen. Von dem Preisgeld in Höhe von 4000 Euro wird ein Röntgengerät angeschafft.

„Durch die Zahnarzt-Ambulanz wird ein Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen geleistet“, heißt es in der Würdigung. Bundesweit ist es ein zahnärztliches Pilotprojekt, bei dem die Versorgung zuhause bei den Patientinnen und Patienten stattfindet. Konkret sind es rund 130 Menschen mit schwerer Behinderung, die im Haus Bethanien und im Hans-Vietor-Haus in Volmarstein leben. Jeden Dienstag kommt für sie Dr. Peter Schmidt, Oberarzt der Zahnklinik der Uni Witten/Herdecke, ins Haus Bethanien. Dort wurde die Ambulanz mit den üblichen Geräten eingerichtet.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Einrichtungen war das eine große Erleichterung: Denn bis dato mussten sie bei allen Zahn-Problemen stets mit Begleitung in die UW/H-Zahnklinik nach Witten gefahren werden. „Solch ein Termin dauerte drei bis vier Stunden und war enorm strapaziös“, erklärt Felicitas Kleeberg, Leitung sozialtherapeutische Dienste in der Spezialpflege der Stiftung Volmarstein. Dank der Ambulanz vor Ort in Volmarstein sind die Termine nun wesentlich kürzer. „Und weil sie in gewohnter Umgebung stattfinden, sind sie für die Patientinnen und Patienten auch wesentlich entspannter“, berichtet Dr. Peter Schmidt.

Mehr Sicherheit im Straßenverkehr durch Fitness-Checks

Mit steigendem Alter wächst das Risiko eines selbstverschuldeten Autounfalls. Laut Destatis trugen 2019 bei Verkehrsunfällen zwei Drittel der über 64-jährigen die Hauptschuld, bei den über 75-jährigen sogar drei von vier. „Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, bietet TÜV Süd Fitness-Checks für ältere Verkehrsteilnehmende an“, sagt Andrea Häußler, Verkehrsexpertin und Mitglied der Geschäftsleitung der TÜV Süd Life Service GmbH.

Für ältere Menschen bedeutet das eigene Auto ein Stück Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. In ländlichen Gegenden sind viele sogar darauf angewiesen, für Besorgungen das Auto zu nehmen, wenn öffentliche Angebote wie Busse oder Bahnen fehlen. Kommen zum Alter aber auch körperliche Einbußen dazu, sollte das eigene Fahrkönnen kritisch hinterfragt und verantwortungsbewusst gehandelt werden. „Wir empfehlen zur Beurteilung der Fahrtüchtigkeit, zunächst die Hausärztin oder den Hausarzt zu konsultieren. In der Regel kennen sie die behandelte Person gut und können eine realistische Einschätzung über das Fahrvermögen abgeben, gerade wenn regelmäßig starke Medikamente eingenommen werden. Sie haben den Medikamentenplan vorliegen und kennen die Nebenwirkungen der Arzneimittel“, erklärt Andrea Häußler.

Fitness-Check für ältere Verkehrsteilnehmende

Einige Menschen spüren mit steigendem Alter Überforderung im Straßenverkehr und werden unsicher, ob sie noch wirklich in der Lage sind, ein Auto sicher zu fahren. „Allerspätestens wenn Angehörige und Bekannte einen auf mögliche Defizite ansprechen, sollte gehandelt werden“, erklärt die Verkehrsexpertin. TÜV Süd bietet dafür einen sogenannten Fitness-Check an. In diesem Test wird anhand verschiedener Leistungsproben untersucht, wie gut Reaktion, Wahrnehmung und Konzentration sind. Wer den Test besteht, kann mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, noch fahrtauglich zu sein. Aber nicht nur das eigene Gefühl zählt. Auch der Gesetzgeber fordert ein, stets selbst zu überprüfen, ob man trotz Erkrankung oder altersbedingter Beeinträchtigungen wirklich in der Lage ist, ein Fahrzeug im Verkehr sicher zu führen. Den finanziellen Schaden trägt bei einem Schuldnachweis nämlich auch der Unfallverursachende.

Mögliche Gründe für eine Beeinträchtigung

Nach einer schweren Operation ist der Körper geschwächt und benötigt eine entsprechend lange Rekonvaleszenz, die mit dem Verzicht auf das Auto einhergehen sollte. Wer starke Medikamente über einen längeren Zeitraum einnimmt, sollte sich der Nebenwirkungen wie beispielsweise Konzentrationsstörungen bewusst sein. Krankheiten wie Diabetes, Herzrhythmusstörungen oder Schlaganfälle können ebenso Auswirkungen auf die Fahrtauglichkeit haben.

Im Fitness-Check werden die verkehrsmedizinische und verkehrspsychologische Untersuchung zusammen mit den hausärztlichen Befunden ausgewertet. Die mitgebrachten medizinischen Unterlagen werden gesichtet und es wird geklärt, ob diese Auswirkungen auf die Fahreignung haben. Ein testdiagnostisches Leistungsbild soll Aufschluss über das Leistungsvermögen geben, so dass es möglich ist, individuelle Empfehlungen auszusprechen. Berichte und Ergebnisse werden streng vertraulich behandelt.

Fakten zum Fitness-Check im Überblick:

  • Auswertung der mitgebrachten medizinischen Befunde
  • Individuelle verkehrsmedizinische Untersuchung
  • Spezielle verkehrspsychologische Leistungstestverfahren
  • Falls erforderlich: ein praktischer Fahr-Check
  • Beratung und Empfehlungen durch erfahrene Expertinnen und Experten
  • Vertraulichkeit
  • Schriftliches Zertifikat
  • Individuelle Auskunft und hilfreiche Empfehlungen zum sicheren Verhalten

„Mit steigendem Alter nimmt die Routine zu, aber mit der Schnelligkeit und Dichte des heutigen Straßenverkehrs kommt auch schnell Überforderung. Dazu kommen Einschränkungen im Sichtfeld, schnellere Ermüdung und eine langsamere Reaktion“, berichtet Andrea Häußler. Die eigene Fahrtüchtigkeit kritisch zu hinterfragen, sollte deshalb eine Selbstverständlichkeit sein. Häufig gibt es Alternativen zum eigenen PKW. Es gibt Nachbarschaftshilfen oder soziale Einrichtungen, die eine Begleitung zum Einkaufen oder zu medizinischen Behandlungen ermöglichen. Für Menschen, die keine Möglichkeit haben, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, stehen alternativ auch Lieferdienste zur Verfügung.

20.07.2021 DGA | Quelle: TÜV Süd AG



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