Kompetenzzentrum Pflege Oberhausen
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News

So bleiben die Augen gesund

Sehen ist Leben. Das Augenlicht bis ins hohe Alter zu erhalten, bewahrt die Selbständigkeit und die Lebensqualität. Damit die Augen gesund bleiben, kann man eine ganze Menge tun, rät Dr. Andrea Lietz-Partzsch vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA).

Mit ein paar einfachen Tipps kann jeder Mensch sein persönliches Risiko für altersbedingte Sehminderungen positiv beeinflussen:

Regelmäßig bewegen: Spazierengehen oder joggen, Rad fahren, schwimmen – solche und andere Formen des Ausdauersports kommen nicht nur der allgemeinen Gesundheit zu gute, sondern auch den Augen: Zumindest bei Mäusen haben Forscher den Nachweis erbracht, dass ein regelmäßiges Training die Netzhaut vor Schäden schützt. Viel spricht dafür, das dies auch für Menschen gilt: Regelmäßiger Sport kann altersbedingte Veränderungen der Netzhautmitte (der Makula), die eine Sehminderung verursachen können, positiv beeinflussen.

Vitaminreiche Ernährung: Eine abwechslungsreiche Ernährung, die reich an Vitaminen und an dem vor allem in grünem Gemüse wie Spinat oder Grünkohl enthaltenen Farbstoff Lutein ist, kommt den Augen zugute. Werden diese Farbstoffe in ausreichender Menge mit der Nahrung aufgenommen, dann können sie sich in der Netzhaut anreichern. Dort schützen sie wie eine natürliche Sonnenbrille vor altersbedingten Schäden.

Nicht rauchen: Raucher haben ein deutlich erhöhtes Risiko, an Krankheiten wie der Altersbedingten Makuladegeneration oder auch dem Grauen Star zu erkranken. Nicht rauchen ist deshalb eine der effektivsten Maßnahmen, um die Gesundheit – nicht nur aber auch – der Augen zu erhalten.

Frische Luft: Wer viel Zeit im Büro und am Computer verbringt, klagt oft über trockene, gereizte Augen. Beim konzentrierten Blick auf den Bildschirm blinzelt man nicht so oft, die Augenoberfläche wird nicht mehr so gut mit Tränenflüssigkeit benetzt und so kommt es zum so genannten „Office Eye Syndrom“. Regelmäßige Pausen an der frischen Luft wirken dem entgegen. Hin und wieder den Blick schweifen lassen und nicht immer nur auf den Schreibtisch und den Bildschirm zu schauen, entspannt zudem die Augenmuskulatur.

Chancen der Früherkennung nutzen: Die häufigsten Augenkrankheiten, die das Sehen bedrohen, treten mit steigendem Alter immer häufiger auf. Die Behandlungsmöglichkeiten werden immer besser, doch oft lässt sich nur das Sehvermögen erhalten, das noch vorhanden ist. Einmal eingetretene Verluste lassen sich nur schwer rückgängig machen. Deshalb raten Augenärzte zu Früherkennungsuntersuchungen, bei denen nach Anzeichen von Augen-Volkskrankheiten wie der Altersbedingten Makuladegeneration oder dem Glaukom gesucht wird. Denn je früher eine Therapie eingreift, desto besser sind die Chancen, das Sehvermögen zu erhalten.
Junge Augen schützen

Der Schutz des Augenlichts beginnt jedoch nicht erst im Erwachsenenalter. Auch für Kinder hat Augenärztin Dr. Lietz-Partzsch einige Ratschläge parat:

Täglich raus ans Tageslicht: Kinder sollten sich jeden Tag mindestens zwei Stunden bei Tageslicht im Freien aufhalten. So können sie das Risiko senken, kurzsichtig zu werden.

Möglichst wenig Zeit mit Smartphone und Co verbringen: In der Kindheit wachsen die Augäpfel noch. Wird ein Augapfel „zu lang“ dann wird das Auge kurzsichtig. Wenn Kinder häufig und andauernd auf Gegenstände in der Nähe schauen – zum Beispiel auf ein Smartphone – dann erhält das Auge Anreize, zu wachsen. Deshalb sollte die Zeit, die Kinder mit Beschäftigungen in der Nähe verbringen, beschränkt sein.

Sonnenbrille auch für Kinder: Die Linse des Auges ist in der Kindheit noch besonders klar und lichtdurchlässig. Im Laufe des Lebens färbt sie sich gelblich bis sie im Alter oft eintrübt (Grauer Star). Die Gelbfärbung der Linse ist aber zugleich ein Filter, der die Netzhaut vor zu starker Lichteinwirkung schützt. Dieser Filter fehlt bei Kindern, deshalb kann es sinnvoll sein, dass sie bei starker Sonneneinstrahlung, etwa in den Bergen oder am Meer eine Sonnenbrille tragen.

Bis zum dritten Geburtstag zum Augenarzt: Damit sich das Sehvermögen gut entwickelt, sollten alle Kinder bis zu ihrem dritten Geburtstag einmal augenärztlich untersucht werden. Dabei lässt sich klären, ob sich das Sehvermögen normal entwickelt oder ob aufgrund eines Sehfehlers oder eines unauffälligen Schielens eine einseitige Sehschwäche (Amblyopie) droht. Sie kann in der Kindheit noch gut behandelt werden. Wird dagegen nichts unternommen, dann kann es sein, dass ein eigentlich gesundes Auge nie die volle Sehstärke erreichen wird.

Bewegung und Sturzprophylaxe bei Demenz

Mit Bewegung und Sport bleibt man geistig und körperlich länger fit, ist emotional ausgeglichener und kann sogar kognitive Einschränkungen vermindern. Angesichts der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Kontaktbeschränkungen sowie der weitgehenden Isolation zu Hause ist Bewegung mehr denn je unerlässlich. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe, wie wichtig körperliche Aktivität bis ins hohe Alter ist. Mit einem neuen Trainingsprogramm lässt sich die Pflegebelastung reduzieren. Die Alzheimer-Gesellschaften in Kiel und Bayern informieren über ihre Reha- und Sportangebote. Praktische Tipps für das Training zu Hause, der Bericht über einen umgebauten Rollator und die Gedanken von Stefan Kleinstück zum Tanzen machen Lust auf Bewegung.

Die Sorgen und Nöte von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen finden in der aktuellen Diskussion bisher zu wenig Berücksichtigung. Pflegende Angehörige sind schon in normalen Zeiten hoch belastet. In der Corona-Pandemie liegt die Verantwortung für eine gute Versorgung der Erkrankten oft ausschließlich auf ihren Schultern. Diese Ausgabe beginnt daher mit einem Leitartikel zur aktuellen Situation.

Wie immer finden Sie im Heft auch aktuelle Infos aus Medizin und Forschung, Recht und Politik sowie Neuigkeiten von unseren Mitgliedsverbänden, Lesetipps und vieles mehr.

Das Alzheimer Info kann in unserem Online-Shop für 3 € bestellt werden und ist auch als Abo erhältlich.

COVID-19: Arztbesuch bei Gedächtnisproblemen nicht aufschieben

Die Pandemie der Lungenerkrankung COVID-19 sollte nicht dazu führen, dass Menschen mit Gedächtnisproblemen von einem Arztbesuch absehen. „Trotz Beschwerden aus Angst nicht zum Arzt zu gehen, ist ganz verkehrt“, sagt Dr. Michael Lorrain, Vorstandsvorsitzender der gemeinnützigen Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI). „Wenn der Verdacht auf Gedächtnisprobleme besteht, sollte natürlich eine ärztliche Untersuchung stattfinden. Die Praxen sind darauf eingerichtet, in der gegenwärtigen Situation entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Patientinnen und Patienten zu ergreifen. Ansonsten droht im schlimmsten Fall die Verschleppung einer womöglich behandelbaren Erkrankung“, sagt der Facharzt für Nervenheilkunde, der seit 1989 in Düsseldorf niedergelassen ist.

In seinem Praxisalltag hat COVID-19 zu einigen Änderungen geführt. „Die Termine sind nicht mehr so dicht getaktet wie sonst, an den Anmeldetheken und auf meinem Schreibtisch im Arztzimmer stehen Plexiglas-Aufsteller. Meine Kollegen und ich und natürlich auch unsere Medizinischen Fachangestellten tragen Mundschutz, bei Untersuchungen tragen wir Handschuhe“, beschreibt Dr. Lorrain die aktuelle Situation.

Vorsicht sei in seinem Fachbereich bei der Telemedizin geboten, die momentan bei vielen Ärzten in anderen Disziplinen auf dem Vormarsch ist. „Telemedizin bei Gedächtnisproblemen oder bereits bestehender Demenz halte ich nicht für besonders sinnvoll, in fortgeschrittenen Stadien schon gar nicht“, sagt Dr. Lorrain. Dies erzeuge nur Unruhe und Verwirrung. „Ferndiagnosen sind im kognitiven Bereich auch gar nicht möglich“, sagt Dr. Lorrain.

Telefonische Beratung, insbesondere der Angehörigen, mache dagegen Sinn. „Wir haben festgestellt, dass die telefonische Kontaktaufnahme seitens der Praxis durch den Behandler als sehr hilfreich erlebt wird. Das möchten wir auch nach COVID-19 neben der Präsenzsprechstunde weiterführen“, sagt Dr. Lorrain.

Wie die Alzheimer-Krankheit diagnostiziert wird, erklärt die AFI in ihrer kostenlosen Broschüre „Diagnose-Verfahren bei Alzheimer“. Die Broschüre kann bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/diagnoseverfahren.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit

25.06.2020 DGA | Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V.

Trotz COVID-19: Alzheimer-Vorbeugung ist möglich

Die Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Lungenerkrankung COVID-19 sind nötig, zugleich schränken sie aber auch den Alltag stark ein. Besonders Senioren können sich einsam und gelangweilt fühlen, wenn Familienbesuche ausbleiben und Freizeitaktivitäten mit Freunden und Bekannten nicht möglich sind. Dabei ist ein aktives und abwechslungsreiches Leben zentral, um das Alzheimer-Risiko zumindest zu senken. Da die Alzheimer-Krankheit trotz intensiver Forschung bislang nicht heilbar ist, steigt das Interesse am Thema Alzheimer-Prävention stetig. Die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) hat Tipps zusammengestellt, die sich auch unter Einhaltung der COVID-19-Beschränkungen umsetzen lassen.
Soziale Kontakte

Soziale Kontakte sind vor allem jetzt sehr wichtig, denn sie helfen nicht nur gegen Einsamkeit, sondern halten auch Ihre grauen Zellen auf Trab. Wer einsam ist, hat ein doppelt so großes Alzheimer-Risiko, als jemand mit viel sozialem Austausch. Telefonate und handgeschriebene Briefe ermöglichen auch weiterhin den Austausch mit Freunden und Familie. Bei Video-Anrufen mit Smartphones, Tablets oder Computern kann man seine Gesprächspartnerinnen und -partner dabei auch sehen. Chatten Sie beispielsweise regelmäßig mit Ihrer Familie, lesen Sie Ihren Enkeln am Telefon vor, schicken Sie sich Fotos aus Ihrem Alltag oder verabreden Sie sich per Videokonferenz zum gemeinsamen Kochen.
Ernährung

COVID-19 bringt es mit sich, dass wir momentan viel Zeit zuhause verbringen – das ist eine gute Gelegenheit, die Ernährung auf den Prüfstand zu stellen. Denn eine gesunde und ausgewogene Ernährung beugt nicht nur Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, sie schützt auch das Gehirn. Alzheimer-Forscher empfehlen eine mediterrane Küche mit Olivenöl, Obst und Gemüse, fettem Fisch und wenig rotem Fleisch. Unser Gehirn zieht zur Deckung des Energiebedarfs den Zucker am besten aus vollkornhaltigen Kohlenhydraten. Darüber hinaus brauchen wir Eiweiß und langkettige Omega-3-Fettsäuren. Kochen und essen Sie abwechslungsreich, trinken Sie viel Wasser oder zwischendurch auch Traubensaft. Der Lieferservice des Supermarktes oder auch Nachbarn können bei Bedarf mit den Einkäufen helfen.
Geistige Fitness

Wer rastet, der rostet – das gilt auch für die grauen Zellen. Wer sich geistig fit hält, hat ein geringeres Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Dabei lässt sich die geistige Fitness auch sehr gut zu Hause trainieren. Online-Spiele und Online-Kurse bieten sich jenen an, die digitale Medien gerne nutzten. Und wenn Sie die Nutzung schon immer einmal lernen wollten, dann können Sie sich jetzt die Zeit dafür nehmen. Aber auch offline ist viel möglich – zum Beispiel Lesen oder Musizieren. Alles, was Spaß macht und ein wenig fordert, ist gut für das Gehirn. Die Nervenzellverbindungen profitieren gerade auch beim Lernen von Neuem, wie etwa beim Erlernen einer Sprache.
Bewegung

Durch ausreichend Bewegung wird nicht nur der Körper fit gehalten, sondern auch das Gehirn. Mindestens zwanzig Minuten pro Tag sind ideal. Dabei geht es nicht um Höchstleistungen, sondern darum, mit Spaß in Bewegung zu bleiben. Spaziergänge im Wald, Radfahren oder laufen – am besten dort, wo nicht so viele Menschen sind. Mit dem richtigen Abstand können Sie sich auch zu einem gemeinsamen Spaziergang verabreden. Achten Sie darauf, sich selbst und andere nicht anzustecken. Im Internet gibt es viele Sport- und Bewegungs-Kurse, die häufig auch kostenlos sind.
Medizinische Vorsorge

Sorgen Sie für Ihre Gesundheit und lassen Sie sich auch in Zeiten von COVID-19 regelmäßig vom Arzt untersuchen. Achten Sie besonders auf Symptome für Herz- und Gefäßerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzrhythmusstörungen und erhöhte Cholesterinwerte.
Was wir nicht beeinflussen können

Nicht beeinflussen lassen sich das Alter und die Gene. Je älter ein Mensch wird, desto höher ist sein Alzheimer-Risiko. Von den 70- bis 75-Jährigen sind nur drei bis vier Prozent betroffen, während es bei den über 90-Jährigen mehr als ein Drittel sind. Auch Genmutationen können für den Ausbruch der Krankheit ursächlich sein. Das betrifft aber weniger als ein Prozent aller Alzheimer-Erkrankungen. Darüber hinaus gibt es aber auch Genvarianten, die das Alzheimer-Risiko etwas erhöhen.

Die gemeinsam mit Alzheimer-Forschern entwickelte AFI-Broschüre „Alzheimer vorbeugen: Gesund leben - gesund altern“ enthält weitere Tipps für den Alltag sowie Hintergrundwissen zur Alzheimer-Prävention. Sie kann kostenfrei bestellt werden bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V., Kreuzstr. 34, 40210 Düsseldorf; Telefonnummer 0211 - 86 20 66 0; Webseite: www.alzheimer-forschung.de/alzheimer-vorbeugen.

Weitere Informationen zur Alzheimer-Krankheit

23.06.2020 DGA | Quelle: Alzheimer Forschung Initiative e.V.



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